I3C die Weiterentwicklung von I²C
I²C (Inter-Integrated Circuit) wurde 1982 entwickelt und ist ein serieller synchroner Zweidraht-Bus. Er ist derzeitig noch der Industriestandard für Überwachungs-, Diagnose- und Steuerungslösungen in vielen Embedded-Applikationen. I2C ist einfach zu Implementieren, hat niedrige Kosten und ist im High Speed Mode (Hs-mode) bis zu 3,4 MBit/s schnell. I2C ist ein echter bidirektionaler Zweidraht-Bus in einer Master/Slave Architektur mit einer Software Adressierung und integriertem Übertragungsprotokoll. Er erfordert nur eine Taktleitung SCL (Serial Clock Line) und eine Datenleitung SDA (Serial Data Line).
Das bedeutet dass ein Microcontroller mehrere Chips mit nur zwei I/O Pins und einfacher Software steuern kann. Ursprünglich wurde der I2C-Bus für Interaktionen zwischen einigen wenigen ICs entwickelt, die auf derselben Platine montiert waren, etwa zur Steuerung der Abstimmung von TV-Geräten oder Radios.
Die große Anzahl von Sensoren in den Mobilgeräten erfordert bei den Anwendungsprozessoren und Sensor-Hubs eine erhöhte Anzahl von Logikpins, die für die Sensorkommunikation und -steuerung verwendet werden müssen. In einer typischen Applikation werden mehrere digitale Kommunikationsschnittstellen zusammen mit unterstützenden Logikleitungen für dedizierte Interrupt- und Sleep-Signale verwendet. Heutzutage sind in Handys bereits mehr als 10 Sensoren verbaut. Ein kritischer Punkt wird erreicht sein wenn 20 oder mehr Logiksignale erforderlich sind.
I2C weist z.B. noch weitere Defizite auf:
- Die Sensor-Slaves sind nicht fähig eine Kommunikation einzuleiten
- Das Overhead-Protokoll reduziert den Durchsatz
- Die Pull-Widerstände begrenzen die Taktgeschwindigkeit und erhöhen die Verlustleistung